Reiseinformationen - Saunen (allgemein)
Saunen (allgemein)
Beschreibung
Der typische Ablauf eines Saunabesuches besteht darin, Aufwärm- und anschließende Abkühlreize auf den Körper wirken zu lassen. In Saunen herrschen hohe Temperaturen zwischen 80° und 120°C und im Vergleich zum Dampfbad eine geringere Luftfeuchtigkeit. Saunen gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Ausführungen. Hauptsächlich unterscheiden sie sich bezüglich der Bauweise und der Inneneinrichtung.
Beispiele für Saunaarten:
- Englische Sauna: Entspricht der Finnischen Sauna, mit dem Unterschied, dass man in der Englischen Sauna die Badebekleidung anbehält. In den USA und in Großbritannien häufig anzutreffen, ebenso in Brasilien, in den dortigen Saunen ist das Tragen von Badebekleidung vorgeschrieben.
- Erdwallsauna: Sauna, die teilweise in die Erde eingelassen ist. Die Temperatur in einer solchen Sauna beträgt zwischen 90°C und 100°C. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 10%.
- Finnische Sauna: Die finnische Sauna ist die klassische Form des "Schwitzens". Sie ist ein Heißluftbad bei Temperaturen von 80-100°C und einer Luftfeuchtigkeit von 10-30%.
- Maa-Sauna: Kennzeichnend sind hier ein sichtbares Herdfeuer und die Blockhausbauweise. Die Sauna ist zur Hälfte in die Erde eingelassen und beinhaltet Temperaturen zwischen 110° und 120°C.
- Rauchsauna: Diese Sauna wird mit Holz beheizt, das Feuer muss erloschen sein und der Ruß muss von den Wänden gewaschen werden, bevor die Sauna benutzt werden kann. Bis 1920 war dies der Hauptsaunatyp in Finnland.
- Kelo-Blockhaussauna: Namensgeber dieser Sauna ist die Kelo-Kiefer (Kelohonka), aus deren Holz diese Sauna gebaut wird. Kennzeichnend ist hier die rustikale Inneneinrichtung mit den extrabreiten Bohlen. Die Raumtemperatur beträgt 85°C und die Luftfeuchtigkeit liegt bei 10-15%.
Angestrebte Wirkung
- Verbesserung der Abwehr gegen Infekte
- Psychische Entspannung
- Verbesserung der Durchblutung der Haut und der Schleimhäute
- Ausscheidung von Wasser und Salzen über die Haut
- Anregung von Kreislauf
- Linderung von Muskelverspannungen
- Reinigung des Körpers
Wissenschaftlicher Nachweis
Aussagekräftige Studien liegen vor. Eine anregende Wirkung des Immunsystems durch regelmäßige Saunabesuche ist in wissenschaftlichen Untersuchungen belegt.
Risiken und Gegenanzeigen
- Allergische Reaktionen gegenüber bestimmten Aufgussmischungen. Aufgussmittel minderer Qualität können Schadstoffe (z.B. Formaldehyd) enthalten.
- bei Herz-Kreislauferkrankungen oder Neurodermitis sind Saunabesuche nur nach Rücksprache mit einem Arzt ratsam.
- Sauna ist nachteilig bei allgemeiner Leistungsschwäche, Erkältungen, ausgeprägten Krampfadern, schlecht eingestellter Überfunktion der Schilddrüse, akuten Erkrankungen der inneren Organe, schweren Herzerkrankungen.
- Verzicht auf (Bade-) Bekleidung ist grundsätzlich anzuraten, da ein ungehinderter Verdunstungsprozess der Wärmestrahlung optimaler für die Abkühlung der Haut ist und eine Überhitzung des Körpers leichter entgegen gewirkt werden kann. Badebekleidung oder Handtücher würden den Schweiß außerdem zusätzlich an der Haut halten, was zu Reizungen der Haut führen kann.
- Saunabesuchen während der Schwangerschaft sind in der Regel problemlos möglich, bei gesundheitlichen Problemen nur nach ärztlicher Rücksprache.
Qualitätskontrolle
Es sind Verbände, Institute oder Gesellschaften vorhanden, die sich um eine einheitliche Ausbildung auf nationaler Ebene bemühen. Diese kann aber nicht bei allen Anbietern vorausgesetzt werden.
- Aufsicht des deutschen Sauna-Marktes durch Deutschen Sauna-Bund e.V., der auch kompetente Beratung anbietet, Auflagen für Sauna-Betreiber durch das Bäderhygienegesetz. http://www.saunabund-ev.de/
RMZ, 05.02.2009