Reiseinformationen - Polioimpfung


Poliomyelitis (Kinderlähmung) Impfung


Risiko der Erkrankung
Das Virus wird durch verunreinigte Nahrungsmittel und Wasser übertragen. Bei etwa einem Prozent der Erkrankten kommt es zu einem schweren Verlauf mit bleibenden Lähmungserscheinungen. Ein Ansteckungsrisiko besteht in allen Regionen, wo Poliowildviren vorkommen oder Schluckimpfungen gegen Polio verabreicht werden. Schluckimpfungsviren sind für etwa 5% der Poliofälle verantwortlich. Übertragungen von Wild- oder schluckimpfungsviren kommen in vielen Ländern Afrikas und Asiens vor, insbesondere in Westafrika und im Norden des indischen Subkontinentes. Der amerikanische Kontinent, Australien und Ozeanien, Europa, der westpazifische Raum und China sind von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als poliofrei erklärt worden. Allerdings sind in Ländern, die über zehn Jahre poliofrei waren (wie Kongo, Namibia, Malaysia, Tadschikistan), in den letzten Jahren z.T. zahlreiche Neuerkrankungen aufgetreten.

Art der Impfung
Aktiv, Totimpfstoff (IPV nach Salk, meist in Kombinationsimpfstoffen).
Die Lebendimpfung (Schluckimpfstoff, OPV nach Sabin) wird seit 1997 in Deutschland nicht mehr durchgeführt.

Impfempfehlung
Reisende in Regionen Afrikas und Asiens entsprechend den Meldungen der WHO. Bei Reisen in Endemiegebiete sollte die letzte Impfung nicht länger als zehn Jahre zurück liegen.

Impfschutz
Zehn Tage nach zweiter Dosis oder nach Auffrischung. Impfschutz hält etwa zehn Jahre.

Auffrischung: Einmaldosis bei Notwendigkeit, wenn Grundimmunisierung bzw. die letzte Auffrischung länger als zehn Jahre zurückliegen.

Impfabstände: Keine.

Alter: Grundimmunisierung im ersten Lebensjahr.

Lokal- und Allgemeinreaktionen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Selten kann es innerhalb von ein bis drei Tagen nach Impfung zu Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung an der Impfstelle kommen. Allgemeinsymptome wie Temperaturerhöhung, grippeähnliche Erscheinungen oder Magen-Darm-Beschwerden sind selten. Diese Reaktionen sind vorübergehender Natur und klingen rasch und folgenlos wieder ab.

Komplikationen: Selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen auf.

Ausführliche Informationen

Weitere Artikel

 

HEF, MG, 04.12.2013



Drucken

Zur Website www.gesundes-reisen.de